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Angehende ErzieherInnen entdecken die Kirche mit Kitakindern PDF Drucken

Ich seh‘ etwas, was du nicht siehst und das ist

……in der Lorenzkirche

Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit konnten knapp 40 Kinder des Evangelischen Kindergartens Hafnerstraße in Leingarten erleben, dass es immer wieder Neues in der Lorenzkirche zu entdecken gibt. Eine Klasse mit 23 angehenden ErzieherInnen der Sozialpädagogik aus der Christiane-Herzog-Schule in Heilbronn-Böckingen war vorbereitet.

An der Kirchentüre wurden die Kinder mit ihren ErzieherInnen abgeholt und begrüßt. Gemeinsam sangen alle das bekannte Lied: „Einfach Spitze, dass du da bist.“ Dann ging es zu den fünf Stationen. Die mitgekommenen Erzieherinnen begleiteten jeweils eine Gruppe. So war die Atmosphäre gleich voller Vertrauen und die Entdeckerfreude ungebrochen.

Wieder überraschten die Kinder die jungen Erwachsenen mit ihrer Neugier und Aufmerksamkeit. Der Kirchenraum mit seinen Räumen, Bildern und Symbolen wurde erkundet. Jede Station hatte einen anderen Schwerpunkt.

„Wo findet ihr die auf dem Foto abgebildeten Dinge in der Kirche? Sucht sie und zeigt sie uns.“ Genaues Hinschauen war angesagt.

 

Was bei den freien Rundgängen besonders beeindruckte, konnten die Kinder für ein großes Gemeinschaftsbild zeichnen. Der Blumenschmuck der bevorstehenden Konfirmation hatte es einigen besonders angetan. Sehr beeindruckt waren andere von der neuen Osterkerze mit ihrem kunstvoll gestalteten Motiv. Sie erkannten mit Leichtigkeit das Herz aus Wachs, das auf die Jahreslosung (Ezechiel 26,26) hinweist. Zu der geöffneten Hand sagte ein Kind: „Klar, das ist die Hand Gottes, die uns hält…“

 

Die Auferstehung Jesu auf dem Wandbild an der Emporenbrüstung brachte den Rückblick zu der Ostergeschichte, die den Kindern bekannt ist. Ein kleines Osterei aus Karton konnte hier gestaltet werden.

 

An der nächsten Station im Konfirmandensaal ging es um das Thema Freundschaft. Wie wichtig sie für uns kleine und große Menschen ist und wie wichtig sie auch für Jesus und seine Begleiter war. Die Farben, die mit Freundschaft verbunden werden können, wurden auf Holztafeln mit Acrylfarben aufgetragen. Die vielen kleinen, bunten Tafeln wurden zu einem Kreuz der Freundschaft verbunden – in Anlehnung an das Konfirmandenkreuz, dass hier Pate gestanden hatte. Dieses Kreuz wird bald im Kindergarten stehen und die Kinder an das gemeinsame Projekt erinnern.

In der Taufkappelle war die Konzentration besonders hoch, denn da gab es viel zu entdecken und zu tun. Zunächst wurde das Wandbild von Jesu Taufe im Jordan genau betrachtet. Es ist ein Dankbild einer Großgartacher Familie aus dem 17. Jahrhundert. Danach konnte der Ablauf der Taufhandlung mit einer Puppe nachvollzogen werden.

Mit großem Ernst waren die Kinder bei dieser heiligen Handlung dabei.

Susanne Hebeis, eine der beiden engagierten Mesnerinnen, lud alle zu den regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten für Kleine Leute ein.

Nach gut 90 Minuten bei den Stationen verabschiedeten sich die SchülerInnen mit ihrer Lehrerin Pfarrerin Margot Theilig von den Kindern und diese machten sich auf den Weg zurück in die Hafnerstraße. Welchen Eindruck diese Projekte bei den Kindern hinterlassen, das dokumentieren die ErzieherInnen und geben es als Rückmeldung/Feedback an die Lernenden zurück. Im kommenden Jahr wird das Projekt Kirchenraumpädagogik mit neuen Lernenden weitergeführt.

MT

Pfarrerin im Schuldienst Margot Theilig

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 28. Mai 2017 um 14:08 Uhr